Gelsenkirchen-Resse (Quelle: pixabay.com)

Zukunftsstadt

Was wünschen sich die BürgerInnen des nördlichen Ruhrgebiets für die Stadt der Zukunft? Eine klimafreundliche Fortbewegung in Form von E-Auto, eine Stromproduktion auf dem eigenen Hausdach oder gesicherte Arbeit in Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung? All diese Ideen, Themen und Visionen werden im Rahmen des Wettbewerbs "Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung diskutiert.

Nachhaltigkeit, gar das Schaffen eines lebenswerten städtischen Umfelds liegt im Fokus des Wettbewerbs. Auch in der Emscher-Lippe-Region beteiligt man sich und wagt einen Schritt in Richtung Zukunft. Teilnehmende Kommunen aus der Region sind die kreisfreien Städte Bottrop und Gelsenkirchen sowie die Städte des Kreises Recklinghausen selbst.

Der Wettbewerb durchläuft drei Phasen: Zuerst werden individuelle Visionen entwickelt, anschließend geht es an die Planung der Umsetzung. Die dritte Phase beinhaltet dann die Umsetzung selbst. Gestartet ist der Wettbewerb mit insgesamt 51 Städten, Gemeinden und Landkreisen. Eine Jury wählte Mitte 2016 23 Konzepte für die zweite Phase aus - mit dabei: Bottrop, Gelsenkirchen und der Kreis Recklinghausen.

Bottrop zum Beispiel greift indirekt den Weg der "InnovationCity - Modellstadt Bottrop" auf. Innerhalb der Bottroper Vision werden die Querschnittsthemen Wohnen, Arbeiten, Energie, Mobilität, Stadt, Aktivierung und Leben behandelt. Ziel ist die Umsetzung von Maßnahmen, die direkten Nutzen für das Lebensumfeld - also die Quartiere und Nachbarschaften - der BewohnerInnen haben. Mit Blick auf die Themen Energie und Klimaschutz sind z.B. die energietische Modernisierung von Bestandsgebäuden, der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausbau nachhaltiger Mobilitätsformen (Radverkehr, ÖPNV, E-Mobilität) zu nennen.
Gelsenkirchen sieht sich innerhalb der Vision als "lernender Organismus" und hat für sich die Themen "Bildungs- und Lernorte", "Stadtteile, Quartiere und Netzwerke" sowie "Lernen durch neue Medien" identifiziert - z.B. könnten die Möglichkeiten zur energetischen Sanierung eines Hauses oder Möglichkeiten zur Gestaltung eines energiesparenden Alltags praxisnah erlernt und erprobt werden.
Im Kreis Recklinghausen ist "Bildung" die zentrale Ressource für die Zukunftsfähigkeit der Region. In der Region, die Jahre bzw. Jahrzehnte vom Bergbau geprägt wurde, sind z.B. vergleichsweise viele Menschen ohne Arbeit. Es gilt hier, die Stellschrauben für eine nachhaltige Schul- und Berufsbildung zu legen - u.a. mittels Beteiligung der Eltern, Lehrer- und Schülerschaft rund um die Debatte um die "Zukunft der Bildung".

Im Jahr 2018 ist es soweit: Bis zu acht teilnehmende Kommunen erhalten die Möglichkeit, Visionen wahr werden zu lassen. Seien wir gespannt, ob eine oder gar mehrere Visionen aus der Region real werden dürfen!


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