Wissenschaftspark Gelsenkirchen (Quelle: M. Möller)

Stadterneuerung + Energielabor

Die Ära des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet geht 2018 endgültig zu Ende. Die Folgen allgemeiner Entwicklungstrends wie der Strukturwandel, der Klimawandel oder der demografische Wandel sind gerade auch im Grenzgebiet zwischen Gelsenkirchen und Herten nicht von der Hand zu weisen. Allgemeines Ziel des interkommunalen Sanierungsprojekts ist die nachhaltige Aufwertung der alten Werkssiedlungen in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Zeche Westerholt, die 2008 geschlossen wurde.

Nicht nur durch Fördermittel des Programms "Soziale Stadt" werden Projekte in den Stadtteilen Hassel, Westerholt und Bertlich gefördert. Die energetische Sanierung alter Zechenhäuser liegt im Fokus des sog. Energielabor Ruhr. Private Gebäudeeigentümer werden vor Ort kompetent beraten und durch eine interkommunale Förderrichtlinie auch finanziell bei der energetisch-technischen Erneuerung und Aufwertung der Gebäudegestalt unterstützt.

Informieren Sie sich über ausgewählte Projekte im Stadterneuerungsgebiet Hassel.Westerholt.Bertlich. Sie sind Bewohner der Gartenstadtsiedlung? Dann wenden Sie sich für weiterführende Beratungen an das Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich!

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    Allee des Wandels, Gelsenkirchen

    Anschrift:
    Egonstraße 4
    45896 Gelsenkirchen

    Beschreibung:

    Die ehemalige Zechenbahntrasse Allee des Wandels ist Lernort für neue Energien und verbindet das Quartier mit dem Radwegenetz des Ruhrgebiets und des Münsterlands.

    Seit Mitte 2018 wird entlang der Strecke auf einer Anlage der RAG zur Grubenwasserreinigung eine Kleinwindanlage errichtet, die zukünftig einen großen Teil der notwendigen Energie zum ständigen Betrieb der Anlage besteuern soll. Aufgrund der industriellen Altlasten befinden sich Grundwasserreinigungsanlagen auf ehemaligen Zechenstandorten, die zu den sogenannten Ewigkeitslasten des Bergbaus gehören und 365 Tage im Jahr eine gleichmäßige Grundlast von 6 KW pro Stunde benötigen. Es ist also ökologisch, klimapolitisch und wirtschaftlich sinnvoll, diesen Strombedarf lokal mit erneuerbarem Strom zu decken.

    Ab Herbst 2018 wird ein Teilstück der Allee des Wandels mit einer Solarroad ausgestattet. Mit Hilfe von Solarzellen, die auf dem Asphalt aufgebracht werden, wird Energie für die angrenzenden historischen Torhäuser auf dem Gelände der neuen Zeche Westerholt erzeugt.

    Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus gefördert.

    Tätigkeiten
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    Historische Torhäuser Neue Zeche Westerholt - Energielabor Ruhr, Gelsenkirchen

    Anschrift:
    Egonstraße 10
    45896 Gelsenkirchen

    Beschreibung:

    Die beiden historischen und unter Denkmalschutz stehenden Torhäuser der ehemaligen Zeche Westerholt werden aktuell saniert. Sie sind ein wichtiger Identifikations- und Orientierungspunkt im Quartier Hassel.Westerholt.Bertlich und Scharnier zwischen der Gartenstadt und der Entwicklung der Neuen Zeche Westerholt.

    Die Torhäuser erhalten neue Dächer, Fenster und Türen, die Bodenplatte und das Dach werden gedämmt. Die Wände erhalten eine Innendämmung, um das historische Erscheinungsbild zu erhalten. Die Wärmeversorgung wird mit Wärme aus dem neuen Nahwärme-Blockheizkraftwerk gesichert, das sich aus vorhandenem Grubengas auf dem ehemaligen Bergwerksgelände speist.

    Ab Herbst 2018 ist hier das Infocenter Energielabor Ruhr ansässig, das mit Ausstellungen zu verschiedenen Energie- und Bauthemen bespielt wird, die sowohl im Energielabor Ruhr eine Rolle spielen, als auch allgemeiner Natur sind. Für die 34.000 Einwohner der umliegenden Stadtteile werden zudem umfassende, praxisnahe Informationen sowie konkrete Hilfestellungen und Unterstützung zu den Themen Energetische Stadt-/Gebäudesanierung und Energetische Speichermöglichkeiten angeboten.

    Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus gefördert.

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    Interkommunale Förderrichtlinie zur energetischen Ertüchtigung im Energielabur Ruhr, Gelsenkirchen

    Anschrift:
    Egonstraße 4
    45896 Gelsenkirchen

    Beschreibung:

    Das Quartier rund um das ehemalige Bergwerk Westerholt umfasst eine rund 30 Hektar große Bergwerksfläche auf der Stadtgrenze Gelsenkirchen/Herten, eine ebenso große Kokereifläche in Gelsenkirchen-Hassel, eine brachliegende Zechenbahnstrecke und die anliegende Gartenstadt mit ihren Zechenhaussiedlungen. Projektziel ist es, ein städtebaulich, industriegeschichtlich und baukulturell bedeutendes Gebiet trotz geringer Kaufkraft zu sanieren und klimafreundlich mit Energie zu versorgen.

    Um private bauliche und energetische Sanierungen anzuregen, wurde durch die beiden Städte eine Förderrichtlinie mit attraktiven Fördersätzen aufgelegt, um der geringeren Kaufkraft im Quartier zu begegnen. Das Förderprogramm wird von einem umfassenden Beratungsangebot der Kommunen flankiert. Die Sanierungsmaßnahmen erfolgen dabei unter Beachtung der historischen Gestalt der Häuser und der gesamten Siedlung, so dass das baukulturelle Erbe bewahrt bleibt. Für das Gebiet wurde eine Sanierungsquote von 5% pro Jahr erreicht.

    Ein Teil der Gartenstadt verfügte über keinerlei leitungsgebundene Energieversorgung und wurde ausgehend vom Zechengelände an ein Nahwärmenetz angeschlossen, das zurzeit über Grubengas und perspektivisch auch mit Solarthermie versorgt wird.

    Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus gefördert.

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    Nahwärmeversorgung der Meistersiedlung aus Grubengas-BHKW der ehem. Zeche Westerholt - Energielabor Ruhr, Gelsenkirchen

    Anschrift:
    Meisterweg / Marler Straße
    45896 Gelsenkirchen

    Beschreibung:

    Ein Teil der Gartenstadt Hassel.Westerholt.Bertlich verfügte über keinerlei leitungsgebundene Energieversorgung und wird nun durch ein Nahwärmenetz versorgt, das zurzeit ausgehend vom Zechengelände über Grubengas und perspektivisch auch mit Solarthermie versorgt wird. In 60 größeren Zechenhäusern der sogenannten Meistersiedlung in Gelsenkirchen-Hassel haben die alten Kohleöfen ausgedient. Die Wärmeversorgung erfolgt nun über Niedrigtemperatur-Nahwärme (LowEx), die von einem Grubengas-Blockheizkraftwerk erzeugt wird. Über 500 Tonnen CO2 werden damit pro Jahr vermieden – und ganz nebenbei verbessert sich auch die Luftqualität.

    Auch die neu entstehenden Wohn- und Gewerbegebiete auf der Neuen Zeche Westerholt werden eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Energieversorgung erhalten. Weitere technische Maßnahmen der Energieerzeugung und –speicherung, wie der Einbau eines Windstrom-Überschüsse nutzenden Heizstabs, einer großflächigen solarthermischen Anlage sowie eines Wärmespeichers, sind in der Planung und sollen noch umgesetzt werden.

    Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus gefördert.

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